gelesen: Haruki Murakami – Untergrundkrieg: Der Anschlag von Tokyo

liesmalwas

Obwohl Murakami dieses Buch schon 1997 schrieb, knapp zwei Jahre nach dem Giftgas-Anschlag, ist es heute so aktuell wie zuvor. Auf über 400 Seiten interviewt er Überlebende und Augenzeugen, spricht aber auch mit Sektenmitgliedern der Aum-Sekte.  Dabei hält er sich selbst komplett zurück und interpretiert nicht. Offen bleibt letzlich die Frage nach dem Warum. – Eine spannende und verstörende Studie, die nebenbei tiefe Einblicke in die japanische Seele gewährt. Keine leichte Lektüre, aber eine lohnenswerte.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung einen Brief von Haruki Murakami an seine deutschen Leser: „Ich habe ein Buch über den Giftgas-Anschlag auf die U-Bahn von Tokyo verfasst. Dabei habe ich einen nachdrücklichen Eindruck davon erhalten, welch große Gefahr der Terrorismus für die modernen Gesellschaft darstellt.“ „Untergrundkrieg“ untersucht die Vorgänge und Folgen des Giftgas-Anschlags von Tokyo 1995. Zwölf Menschen starben, Tausende wurden verletzt. Haruki Murakami hat auf diese Tat geantwortet, indem er mit Opfern, aber auch mit Tätern sprach. Entstanden ist ein eindrucksvolles und zutiefst aufwühlendes Dokument über den Terror und seine Folgen.  – Quelle: Amazon

Erschienen am 1. Februar 2004 (Taschenbuchausgabe)

amazon  Haruki Murakami – Untergrundkrieg: Der Anschlag von Tokyo

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